11. Neumarkter Jazzweekend

Bald hat das Warten ein Ende, denn auch ab kommendem Herbst ist in Neumarkt wieder Jazz-Time angesagt. Mit der Neuauflage eines Jazzwochenendes, das elfte dieser Reihe, soll die Facette „Jazz“ mit ihrer ganzen musikalischen Bandbreite eine besondere WĂŒrdigung im Konzertleben Neumarkts erfahren.

 

Eingebunden in die Veranstaltungsfolge K.i.K. (Kunst im Keller) des Kulturamtes der Stadt Neumarkt, die im Gewölbekeller des ResidenzgebÀudes neben Jazzkonzerten weitere kulturelle Höhepunkte der verschiedensten Art zu bieten hat, prÀsentiert das 11. Neumarkter Jazzweekend vom 20. bis 22. Oktober eine ganz besondere Spielart dieses Genres.

 

So wird sich das Jazzwochenende 2017 unter dem Motto „Jazz & Chanson“ in einem sehr sinnlichen Gewand darstellen und die melodisch-zarte, ja weibliche Seite dieser Musikgattung prĂ€sentieren, zumal die Protagonisten der drei Konzerte Frauen sind.

 

Und wie jedes Jahr wird bei Snacks, Drinks & Talk der locker-beswingte Rahmen der Veranstaltung, eine Mischung aus konzertantem und unterhaltendem Flair, zu interessanten GesprĂ€chen anregen und echte JazzkelleratmosphĂ€re aufkommen lassen, wobei auch kulinarische GenĂŒsse nicht zu kurz kommen, verspricht Musikschulleiter Wolfgang Fuchs, Organisator und „Spiritus Rector“ des Wochenendes.

 

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Am Freitag, 20. Oktober startet um 20.00 Uhr die Soiree mit einem großen Hildegard Knef-Abend in das Jazzwochenende. Überzeugend und authentisch dargeboten, lĂ€sst das Hildegard Pohl_Trio aus NĂŒrnberg nicht nur „rote Rosen regnen“ sondern sorgt auch fĂŒr „Tapetenwechsel“, was den musikalischen Abwechslungsreichtum der mittlerweile zahlreichen Jazzveranstaltungen in Neumarkt angeht.

 

Außerdem ist bereits der Name des Ensembles Programm: Mit Hildegard Pohl, Swingpianistin, SĂ€ngerin und Namensgeberin der Band an der Spitze, legt diese einzigartige Formation die immer noch frischen Songs der großen deutschen Film- und Chanson-Diva Hildegard Knef neu auf, wĂŒrzt sie mit vielen bunten Jazzfarben und „spielt“ im wahrsten Sinne des Wortes damit.

 

Noch wĂ€hrend der klassischen Klavierausbildung u.a. am NĂŒrnberger „Meistersinger-Konservatorium“ widmet sich Hildegard Pohl mehr oder weniger heimlich dem Jazz, bis sie schließlich ganz offen und öffentlich zu swingen anfĂ€ngt. UnzĂ€hlige Konzerte, Galas und Fernsehauftritte folgten - und das Publikum war begeistert 


 

Doch was wĂ€re eine grandiose Hilde Knef - pardon: Hilde Pohl - ohne ein kongeniales „Orchester“. Deshalb wird die „wilde Hilde“, wie sie sich auch selbst gerne bezeichnet, von den Ausnahmemusikern Yogo Pausch am Schlagzeug und Norbert Meyer-Venus am Bass hochkarĂ€tig begleitet.

 

So verspricht dieser Abend ein ganz besonderes Erlebnis; denn nicht nur Knef-Fans, sondern alle, die anspruchsvollen Swing zu schÀtzen wissen, werden voll auf ihre Kosten kommen.

 

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Mit einer ebenfalls großartigen SĂ€ngerin, der WahlnĂŒrnbergerin Sabine Seide, findet das Jazzwochenende 2017 am Samstag, 21. Oktober um 20.00 Uhr seine Fortsetzung: SEIDE MEETS CELLO: Der wilde Mohn heißt das Programm des Feinton-Trio Seide,  das mit edelsten Jazz/Pop/Soul-Perlen in deutscher Sprache aufwartet. Die Texte der Vollblut-Entertainerin sprĂŒhen vor Begeisterung fĂŒr das Leben und die Liebe, bleiben aber dank der cleveren Selbstironie jeglicher Kitsch-Gefahrenzone fern.

 

In der NĂ€he von Dresden aufgewachsen, orientiert sich Sabine Seide nach dem Abitur im Jahr 2001 zunĂ€chst in Richtung Theater. 2004 beginnt sie ihr Studium fĂŒr Jazzgesang bei Jule Unterspann an der Hochschule fĂŒr Musik NĂŒrnberg, welche die Masterclass-Absolventin und GesangspĂ€dagogin als Meisterin, nicht als Lehrerin bezeichnet.

 

Gemeinsam mit dem Berliner Pianisten Tino Derado, der bereits mit Till Brönner, Thomas Quasthoff, Rebecca Bakken u. A. zusammenarbeitete sowie mit dem nicht weniger bekannten Cellisten Henning Sieverts (Neuer Deutscher Jazzpreis, Jazz Echo-PreistrĂ€ger) webt Sabine Seide den musikalischen Schmuckstoff  ihres zweiten Albums „Der wilde Mohn“, das an diesem Abend vorgestellt wird.

 

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Bei der Matinee am Sonntag, 22. Oktober um 11.00 Uhr dokumentiert die Combo Mademoiselle Manouche & Her Swinging Reinhardts bereits mit ihrem Namen, was die vierköpfige Band aus dem Raum Regensburg antreibt: SĂ€ngerin Anita Dotzauer, die beiden Gitarristen Stefan Althammer und Gerd Plechinger sowie Bassist Andreas Gerl erwecken die musikalische Klangwelt der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wieder zum Leben. Und wie man sich nur unschwer vorstellen kann, ist ihre Musik stark vom Gypsy-Swing eines Django Reinhardt beeinflusst. Doch wildert das Ensemble auch auf unkonventionelle und einzigartige Weise in den Musikstilen Blues, Swing, Latin und Bossa - eben in allem, was die legendĂ€ren „goldenen Jahren“ ausmachen.

 

Die Combo besteht seit dem Sommer 2014. Zuvor noch als instrumentales Trio in den o.g. Stilistiken unterwegs, stieß im Juli 2014 die SĂ€ngerin Anita Dotzauer hinzu. Doch gerade diese EinflĂŒsse zeichnen die Musik von Mademoiselle Manouche aus und bereichern den Swing durch eine ganz eigene Note.

 

Alle vier Musiker leben die musikalische Leidenschaft neben Beruf und Studium aus. Aber schon bald nach GrĂŒndung der Band war klar, dass ihre Passion mehr ist als nur ein Hobby. Dies zeigen eindrucksvoll die vielen Konzerte sowie Auftritte bei privaten Veranstaltungen in und um Regensburg und weit darĂŒber hinaus, die in den vergangenen drei Jahren absolviert wurden.

 

So werden auch beim Auftritt am Neumarkter Jazzweekend die Zuhörer nicht umhin kommen, sich von den virtuosen GitarrenklĂ€ngen und den mit OriginalitĂ€t gespickten Arrangements mitreißen zu lassen.

 

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Jazz in der Residenz – 11. Neumarkter Jazzweekend: ein Genuss fĂŒr alle musikalischen Feinschmecker, ein Muss fĂŒr jeden Jazzliebhaber! Karten gibt es ab Mitte September in der Touristinformation der Stadt Neumarkt in der Rathauspassage und im Sekretariat der Sing- und Musikschule der Stadt Neumarkt , Pulverturmgasse 18 a, sowie online unter www.neumarkt-ticket.de

 

 

 

 

 

 

 

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